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Diese Akte enthält Hintergrundinformationen zur BSAA-Agentin Sheva Alomar aus verschiedenen Quellen. Die Informationen sind weder vollständig noch eignen sie sich für eine psychologische Analyse.

Sheva Alomar wurde in ärmlichen Verhältnissen in einer kleinen Fabrikstadt geboren, in der sich das Umbrella-Werk 57 befand. Das Werk war die Lebensader der Stadt - die Bevölkerung verdankte ihm Arbeit und Einkommen.

Fast 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung arbeiteten in der Fabrik, unter anderem auch Shevas Eltern. Die Bezahlung war zwar im Vergleich zu anderen Ländern niedrig, aber immerhin hatten die Menschen ein festes Einkommen und Sheva eine glückliche Kindheit.

Dieses Glück war allerdings von kurzer Dauer.

Als sie acht Jahre alt war, wurde Shevas friedvolles Leben abrupt durch Sirenengeheul aus der Fabrik unterbrochen.

Eine bedrohliche schwarze Rauchwolke drang aus dem Gebäude...

Trotz ihres Alters wusste Sheva sofort, dass etwas Schreckliches passiert sein musste. Sie rannte zur Fabrik, ihr Herz von ungeheurem Grauen erfüllt.

Als sie dort ankam, sah sie, dass der Eingang versperrt war. Anstelle des alten Mannes, der sonst den Eingang bewachte, waren überall fremde Menschen in Schutzanzügen und mit Masken postiert. Sheva verstand nicht was hier vor sich ging.

"Jahre später wurde mir klar, dass das Anzüge zum Schutz gegen Biogefährdung waren. Das waren Umbrellas Sondereinsatztruppen."

Auch wenn sie nicht verstand, was diese Fremden unter ihren Masken sagten, so war ihr doch klar, was die Gewehre bedeuteten, die sie auf sie richteten. Die Situation des Landes war zu der Zeit ohnehin nicht gerade stabil, und in der Nähe der Stadt hielten sich Mitglieder einer großen regierungsfeindlichen Guerilla-Armee auf. Sheva kannte die Art der Gewalt, die von diesen Waffen ausging, nur allzu gut. Die erwachsenen Stadtbewohner wurden sofort von den Bewaffneten erschossen.

Sheva entging diesem Schicksal dank der Wachsamkeit eines Nachbarn, der es schaffte, sie unbemerkt in das Haus ihrer Eltern zurückzubringen.

So begann die längste Nacht ihres Lebens. Starr vor Angst konnte sie nur dafür beten, dass ihre Eltern zurückkehren würden. Doch als der Morgen kam, waren sie immer noch nicht da.

Am nächsten Abend bemerkte sie jemanden vor dem Haus. Sie konnte sich vor Erleichterung und Freude nicht mehr halten - und rannte zur Tür, um ihre Eltern zu begrüßen. Sie riss die Tür mit einem Freudenschrei auf - und erstarrte vor Enttäuschung und Bestürzung.

Denn vor der Tür standen nicht ihre Eltern, sondern ihr Onkel mit einem Ausdruck puren Grauens im Gesicht. Seine Worte zerstörten jegliche Hoffnung in ihr... "Deine Eltern sind tot. Es gab einen Unfall in der Fabrik."

Sie nahmen alle Dinge von wert mit, die sich noch im Haus befanden, und Sheva lebte fortan bei der Familie ihres Onkels.

Doch auch dieses Leben währte nicht lange.

Die Familie ihres Onkels war nicht nur sehr arm, sondern hatte selbst auch sieben Kinder, die sie versorgen musste. Und obwohl Sheva eine Verwandte war, hätte sich ihr Onkel wohl nie um sie gekümmert, wenn er nicht gehofft hätte, dafür eine finanzielle Entschädigung von Umbrella zu erhalten. Doch diese Entschädigung wurde niemals gezahlt - und schon bald konnten ihr Onkel und seine Frau sie nicht mehr ernähren.

Das Leben wurde für Sheva zur Hölle: Sie stand nicht nur kurz vorm Hungertod, sondern sehnte sich auch nach ihren Eltern. In ihrem Kummer entwickelte sie die fixe Idee, dass ihre Eltern noch lebten. Im Laufe der Zeit wurde diese Idee so stark, dass Sheva an nichts anderes mehr denken konnte. Sie musste ihre Eltern finden.

Eines Nachts stahl sie sich im Mondschein aus dem Haus ihres Onkels und machte sich auf den Weg in ihre Heimatstadt. Der Gedanke an ihre Eltern trieb sie voran.

Doch die riesige Savanne ist eine raue Umgebung für ein junges Mädchen - und in der zweiten Nacht spürte sie die ersten Zeichen ihrer Unterernährung. Sheva konnte keine Nahrung auftreiben und brach zusammen. Eine Nacht in der Savanne ist alles andere als ruhig: Die Geräusche streunender Tiere, heulender Kreaturen, zirpender Insekten und trockenen Windes erfüllten die Dunkelheit. Sheva nahm dies alles mit Befremden wahr. Sie war in einer Stadt aufgewachsen und nicht mit dieser neuen Umgebung vertraut. In all diesem fremdartigen Tumult nahm Sheva ein Geräusch war, das ihre bekannt vorkam. Sie hörte das tiefe Rumpeln eines Motors und das Geräusch sich nähernder Reifen.

Ein Lastwagen hielt neben Sheva. Ein fremder Mann stieg auf der Beifahrerseite aus und sprach sie an. Sie konnte sie später nicht erinnern, ob sie etwas erwidert hatte, aber der Fremde legte sie auf das Bett im Lastwagen.

Der Mann, der Sheva gefunden hatte, war ein Guerillakämpfer. Er gab ihr Essen und einen Ort, den sie Zuhause nennen konnte. Doch leider gab es auch schlechte Nachrichten.

Sie erfuhr, dass der Unfall gar kein Unfall gewesen ist, sondern dass in der Fabrik Biowaffen hergestellt worden waren. Umbrella hatte dort die letzten Tests an einer neuartigen Waffe durchgeführt. Die Angestellten, die dort arbeiteten, wussten nicht, was Umbrella dort eigentlich herstellte, und die bezahlten dieses Unwissen mit ihrem Leben; auch Shevas Eltern...

Nach dem Abschluss der Tests versuchte Umbrella, die ganze Affäre zu vertuschen. Mithilfe der Regierungstruppen wurde die Fabrik und mit ihr die gesamte Stadt zerstört. Shevas Heimatort war von der Landkarte verschwunden. Sheva war von Zorn erfüllt. Sie hasste Umbrella und machte das Unternehmen für den Tod ihrer Eltern verantwortlich. Und sie hasste die Regierung, die sich als Werkzeug missbrauchen ließ.

In dieser Situation entschied sie, sich den Guerilleros im Kampf gegen die Regierung anzuschließen.

Sheva begann sich nützlich zu machen, indem sie sich um die Wäsche kümmerte, die Mahlzeiten zubereitete und andere Pflichten übernahm. Schon bald gehörte es zu ihren Hauptaufgaben, in die Stadt zu gehen und Verpflegung zu besorgen; nach einigen Jahren erhielt sie ihre erste Waffe. Doch Sheva spricht nicht gern über die Zeit bei den Guerillakämpfern. Vielleicht sind ihre Erinnerungen zu schmerzhaft - oder sie schämt sich für die Dinge, die sie getan hat. Letztenendes Sheva blieb sieben lange Jahre bei den Guerillakämpfern.

Mittlerweile war sie ein Teenager und hatte die meiste Zeit ihres Lebens bei ihnen verbracht. Wahrscheinlich lag es an ihrem Alter, dass die Stadtbewohner Sheva nie verdächtigten, eine Guerillakämpferin zu sein. Und wahrscheinlich war das auch der Grund dafür, dass sie in die Stadt geschickt wurde. Eines Tages wurde sie dort von einem Mann angesprochen. Er sah aus wie ein Einheimischer, sprach aber mit einem Akzent. Er gab ihr ein Stück Papier und sagte hastig:

"Lies das. Wenn du es glaubst, komme in zwei Stunden zur Kirche in der Seitenstraße."

Anschließend verschwand er so schnell in der Menge, wie er aufgetaucht war. Sheva hielt das Stück Papier in der Hand. Ihre Augen konzentrierten sich auf ein Wort - "Umbrella".

Das war der Pharmakonzern, der ihre Eltern auf dem Gewissen hatte. Wäre das Unglück nicht passiert, wäre Shevas Leben in anderen Bahnen verlaufen. Die Nachricht auf dem Zettel besagte, dass die Guerillakämpfer einen Anschlag mit Biowaffen planten, um die Regierung zu stürzen. Sie waren dabei, einen Waffenhandel mit Umbrella abzuschließen. Der Mann wollte, dass Sheva ihm dabei half, diesen Handel zu unterbinden. Zunächst dachte Sheva, dass dies eine Falle der Regierung war, doch sie wusste, dass die Nachricht stimmte. Als sie später nach dem Grund gefragt wurde, sagte sie:

"Meine Heimat stand unter französischem Einfluss - und viele Regierungsmitglieder sprachen einen französischen Dialekt. Doch dieser Mann war anders. Ich konnte seinen Akzent damals nicht zuordnen, aber irgendwie wusste ich, dass ich ihm vertrauen konnte."

Sheva folgte ihrem Instinkt.

Sie ging zu der Kirche und traf dort auf zwei Männer.

Der eine hatte die Nachricht überbracht. Der Andere trug einen Anzug ohne Krawatte und sagte, dass er für die U.S.-Regierung arbeite. Was er wollte, war ganz einfach - die Festnahme eines Umbrella-Repräsentanten. Seinen Angaben zufolge besaß diese Person etwas, das Umbrella extrem großen Schaden zufügen könnte. Für die Festnahme sei jedoch Shevas Hilfe dringend erforderlich. Wenn der Repräsentant gefasst würde, hätten Sheva und die Guerillakämpfer nichts zu befürchten. Und selbst für den Fall, dass die Festnahme fehlschlagen würde, versprachen die beiden Männer, dass sie Sheva und ihre Gefährten nicht an die Behörden übergeben würden.

Das Angebot klang glaubhaft. Aber konnte sie die Menschen verraten, die ihr eine Familie geworden waren? Der Mann schien Shevas Befürchtungen zu verstehen und fragte: "Willst du nicht auch, dass Umbrella bestraft wird?" Sheva nickte schnell.

"Darum ist unsere Wahl auf dich gefallen. Aber wenn du uns helfen willst, musst du deine vermeintlichen Freunde verlassen."

"Und dann? Was springt dabei für mich heraus?"

"Sieh dich doch mal um. Die Guerillakämpfer handeln nicht etwa aus edlen Beweggründen. Sie würden alles tun, um die Regierung zu stürzen. Auch Dinge die falsch sind. Wenn du uns hilfst, kannst du etwas Gutes für die Menschen und dein Land tun."

"Und wie soll eine 15-Jährige dabei helfen?"

"Eines Tages wirst du lernen, dass das Alter keine Rolle spielt. Wichtiger sind die Entscheidungen, die du triffst. Du hast die Chance, für etwas zu kämpfen, das größer ist als du. Etwas, das die ganze Welt betrifft. Willst du dir so eine Chance entgehen lassen?"

Sheva hat diese Worte nie vergessen...

Drei Tage später traf die Spezialeinheit an dem Ort ein, an dem der Handel stattfinden sollte. Sheva hatte die Tür des Gebäudes nicht abgeschlossen und trug ein Abhörgerät, damit das Team mitbekam, was gesprochen wurde.

Die Operation war erfolgreich. Die Zielperson wurde festgenommen und fortgeschafft.

Sheva und die Guerillakämpfer wurden zum amerikanischen Konsulat gebracht und zwei Tage später wie versprochen freigelassen. Als Anerkennung ihrer Leistungen, oder vielleicht aus Mitleid, bot der Mann im Anzug Sheva die Chance an, ein neues Leben in Amerika zu beginnen.

Da sie in Afrika nichts mehr hielt, entschied sich Sheva dafür, das Angebot anzunehmen.

Schon bald nach ihrer Ankunft in Amerika stellte Sheva ihre hohe Intelligenz und Dynamik unter Beweis. Sie übertraf alle Erwartungen und lernte innerhalb von sechs Monaten perfekt Englisch. Zwei Jahre später war sie an einer Universität eingeschrieben. Nach einem erstklassigen Abschluss schlug ihr Vormund (der Mann im Anzug) vor, dass sie sich der gerade gegründeten BSAA anschließen könne, um anderen Menschen zu helfen. Umbrella gab es zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr, aber Sheva war immer noch von Hass erfüllt.

Nach der Grundausbildung kam sie in eine Einheit unter dem Befehl von Josh Stone. Sheva durchlief eine achtmonatige Ausbildung und lernte dabei alles, um im Außendienst zu überleben. Nach dem Abschluss der Ausbildung wurde sie als BSAA-Agent ausgewählt. Derzeit nimmt sie an Einsätzen überall auf der Welt teil.

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